Warnung: Fälschungen zu Grippemittel Tamiflu im Internet

Tamiflu ® ist seit der Flut an Meldungen über Vogelgrippe in aller Munde – es ist bei uns als verschreibungspflichtiges Mittel gegen Grippe zugelassen (Wirkstoff Oseltamivir).
Jetzt sind in Südkorea Fälschungen aufgetaucht, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilt. Man konnte sie über das Internet beziehen. Einige Proben enthielten gar keinen Wirkstoff, andere statt Oseltamivir das antibiotikum Metronidazol (immerhin…, aber bekanntlich wirkt das nicht gegen Viren).
Das BfArM warnt erneut davor, Arzneimittel aus unsicheren Quellen über das Internet zu erwerben. Diese Produkte könnten gefälscht sein oder Inhaltsstoffe enthalten, die nicht gekennzeichnet sind. Prof. Dr. Reinhard Kurth, Leiter des BfArM: "Für den Patienten sind die geschickten Fälschungen in der Regel nicht zu erkennen. Die Einnahme von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne die vorherige Konsultation eines Arztes kann zudem wegen der fehlenden ärztlichen Kontrolle mit hohen Risiken für die Gesundheit verbunden sein."
Tatsächlich liegt in der Erkennbarkeit für den Laien (Käufer) die große Schwierigkeit. Einerseits muss man skeptisch sein, wenn Pharmafirmen und Ärzteschaft vor Medikamentenkäufen aus dem Internet warnen – schließlich entgeht ihnen ein Geschäft, sie warnen also auch in eigenem Interesse -, andererseits möchte man sicher sein, dass man das bekommt, was man will. Vielleicht hilft ein Gütesiegel? Zufällig kam auch dazu eine Meldung auf den Bildschirm – die ich aber lieber in einem Extra-Artikel weiterreiche.
Quelle: BfArM – Pressemitteilung 12/07 v. 15.05.07 (über openPR) (Symbolbild ebenfalls von openPR)
